Das Stadtarchiv Dorsten

 

Im Bildungszentrum Maria Lindenhof ist neben der Volkshochschule und der Stadtbücherei das Stadtarchiv Dorsten untergebracht. Es ist das historische Gedächtnis der Stadt, in dem sich Dokumente zur Stadtgeschichte aus den letzten acht Jahrhunderten befinden.

 

Das Stadtarchiv Dorsten, welches dem Amt für Schule und Weiterbildung angegliedert ist, wird von Martin Köcher geleitet, der von 1999 bis 2002 seine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv, im Stadtarchiv absolviert hat.

 

Vor Martin Köcher war Christa Setzer von 1979 bis 2019 Leiterin des Stadtarchivs, davor hat Paul Fiege das Stadtarchiv geleitet. Seit 1968 war er der zuständige Archivar und hat diese Stelle seit 1970 hauptamtlich bekleidet. Ab 1946 war Dr. Franz-Josef Wünsch für das Stadtarchiv zuständig. Vor ihm Prof. Johannes Haunerland (1945/46). Dr. Utsch hat 1934/35 das Repertorium, das Findbuch für die Pergamenturkunden und die Altakten geschrieben. Der Lehrer Kaspar Laukemper hat das Archiv von 1929 bis 1945 betreut.

 

Das Stadtarchiv ist in all den Jahren oft gewandert. Es war immer an einem anderen Ort wiederzufinden. In den Anfängen im 15. Jahrhundert war es eine Stahlkiste, die sich im Büro des Bürgermeisters befand. 1929 befindet sich das Stadtarchiv auf dem Boden des Rathauses am Südwall 13. Seit 1935 war das Stadtarchiv im Polizeigefängnis an der Katharinenstraße untergebracht. Im zweiten Weltkrieg wird es zerstört. Das Stadtarchiv erleidet viele Verluste. 1951/52 reichen drei Räume des Gymnasium Petrinum für die Unterbringung des Stadtarchivs aus. 1958 ist die alte Kirchschule St. Agatha am Kirchplatz Räumlichkeit für das Stadtarchiv. 1965 ist das Stadtarchiv in der Bonifatius-Schule, der späteren Astrid-Lindgren-Schule am Berliner Platz, beheimatet. Von dort zieht das Stadtarchiv 1976 in das neu errichtete Bildungszentrum Maria Lindenhof, wo es bis heute untergebracht ist.